06.07.2010
Am Mittwoch gegen 21.15 Uhr wird der Pausenpfiff im Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft zwischen Deutschland und Spanien ertönen. Zahlreiche Zuschauer werden dann erst einmal nicht auf den Bildschirm blicken. Die Mitarbeiter von TWL dagegen schauen in dieser Zeit ganz genau auf ihre Kontrollmonitore, weil sich der Wasserverbrauch schlagartig erhöht. Zwei TWL-Mitarbeiter steuern in dieser Zeit die beiden Wasserwerke zur Sicherheit per Hand.
Es ist ein bestens bekanntes Phänomen: Die Halbzeitpause nutzt ein Großteil der Fernsehzuschauer für den Gang zur Toilette. Weil deswegen in mehreren Tausend Haushalten gleichzeitig die Spülung betätigt wird, steigt der Wasserbedarf schlagartig an. Um Unregelmäßigkeiten in der Wasserversorgung zu vermeiden, wird TWL daher beim Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft am kommenden Mittwoch die beiden Wasserwerke auf der Parkinsel und im Maudacher Bruch manuell steuern. „Um einen solch enormen Anstieg innerhalb kürzester Zeit gegenüber dem Normalbetrieb zu beherrschen, müssen unsere Mitarbeiter während dieser Zeit vor Ort sein und die Steuerung übernehmen", so Dr. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand der TWL.
Den Fußballeffekt hat TWL schon beim Spiel der Deutschen gegen Argentinien nach dem Halbzeitpfiff innerhalb von wenigen Minuten deutlich gemerkt. „Von einem Verbrauch von 1.500 Kubikmeter pro Stunde gegen 16 Uhr 45 erhöhte sich die Einspeisemenge innerhalb von nur vier Minuten auf einen Spitzenwert von 2.459 Kubikmeter pro Stunde, das entspricht einem Zuwachs von fast 70 Prozent", erläutert Dr. Gerhard Weissmüller, Technischer Vorstand der TWL. Mit Beginn der zweiten Spielhälfte pendelte sich der Wasserfluss wieder auf normale Werte ein.
Trotz ihrer Extraschichten drücken die TWL-Mitarbeiter der deutschen Nationalmannschaft natürlich die Daumen und hoffen auf einen Einzug ins Finale und ihren erneuten Einsatz, wenn die deutsche Elf wieder den Rasen betritt.
Eva Jörg
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